25.01.2009

Programmhilfe für die FABRIK in Frankfurt Sachsenhausen

Schon im November 2006 gab es eine erste Kooperation des Vereins "musikglobal frankfurt e.V." mit der FABRIK anlässlich einer Lesung. Und danach gab es im wunderbaren Kellergewölbe regelmäßig Lesungen mit Musik in der Reihe "Monday Monday" und natürlich Jazz und etwas Weltmusik.

Diese Kooperation hat sich seit Ende 2008 umgewandelt in ein neues Modell, da der Verein "Kultur in der Fabrik", der neben der "Kammeroper rankfurt" der eigentliche Nutznießer des von der Stiftung überlassenen Fabrikgebäudes ist, selber in die Rolle des Veranstalters schlüpfen wollte.

So kam es schließlich, dass daraus die Rolle der reinen Beratung für das Programm entstanden ist, das weiterhin auf Jazz, Weltmusik und Literatur setzt, aber auch Theater und Bldende Kunst nicht ausgrenzen will.

Wer an Neuigkeiten zur Entwicklung der FABRIK interessiert ist, der kann einen Newsletter abonnieren oder die Webseite des Kulturzentrums an dieser Stelle besuchen.

Ich würde mich freuen, Euch bei den diversen Veranstaltungen in der FABRIK zu treffen.

Mit freundlichem Gruß
Peter Schneckmann



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05.03.2008

DIE FABRIK – Geschichte und Pläne

Im Jahre 1881 ließ der Frankfurter Kaufmann Philip Peter Heinz die Fabrik errichten. Diese diente der Herstellung, später nur noch der Abfüllung von Mineralölen. Zuvor hatte er in der Nähe des Römers einen Handel für Weine und Speiseöle betrieben. Das Ensemble war von beachtlicher architektonischer Qualität, von der man sich noch heute überzeugen kann. Ein großes mehrgeschossiges Haus mit Backsteinfassade im Stile der Neu-Renaissance beherbergte im Erdgeschoss das Kontor, in den Obergeschossen befanden sich die Wohnungen der Familie.

In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde der Betrieb eingestellt. Seitdem befand sich nur noch ein Weinkeller im Keller der Fabrik. Emy Wagner-Heinz erbte den gesamten Immobilienbesitz der Familie, der noch weitere 4 Wohnhäuser in unmittelbarer Nachbarschaft zur Fabrik umfasste. Im Jahre 2004 – sie war schon 100 Jahre alt – brachte sie die ganze Liegenschaft in eine Stiftung ein, die neben ihrem eigenen den ihres verstorbenen Mannes trägt: „Peter Paul und Emy Wagner-Heinz Stiftung“.

Die Stiftung verfolgt künstlerische und soziale Zwecke u.a. durch die Überlassung von Räumlichkeiten an die „Kammeroper Frankfurt“ und den Verein „Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung“. Entsprechend hat sie das Hauptgebäude der Fabrik dem Verein „Kultur in der Fabrik Sachsenhausen“, der gewissermaßen die Interessen der Kammeroper wahrnimmt, und die Remise der Lebenshilfe auf lange Sicht kostenfrei übertragen. Beide müssen die Herrichtung der denkmalgeschützten Liegenschaften für ihre Zwecke selber finanzieren.

Das attraktive Kellergewölbe des Hauptgebäudes ist bereits restauriert und wird als Restaurant betrieben. Eine Bühne gibt Gelegenheit für Konzerte und Kleinkunst vielfältiger Art für bis zu 100 Besucher. Sie wird sowohl von den Pächtern als auch von „musikglobal frankfurt“ und dem Trägerverein unabhängig von der Gastronomie genutzt. Im nächsten Schritt soll ein Bühnenhaus mit 200 Zuschauerplätzen dem bestehenden Gebäude angegliedert und ein Veranstaltungsraum für Ausstellungen, Lesungen Kindertheater und Konzerte hergerichtet werden. Die Fabrik selber wird dann als Foyer, Werkstatt und Fundus dienen.

Der Kulturverein sieht seinen Schwerpunkt im musikalischen Bereich, gibt aber auch Raum für Theater, bildende Kunst und Literatur. Die Kammeroper Frankfurt und der Verein „musikglobal frankfurt“, der sich der Weltmusik und dem Jazz widmet, werden dort beheimatet sein. Die Frankfurter Verlage haben zudem Interesse gezeigt, das Ensemble als Veranstaltungszentrum zu nutzen.

Die Remise wird als Atelier für hochbegabte behinderte Künstler ausgebaut und soll einschließlich des Parks für die Arbeit und Ausstellung behinderter Maler und Bildhauer genutzt werden. Es soll in der Remise kontinuierlich Ausstellungen geben, an Wochenenden auch Präsentationen der Arbeitsweise. Für größere Wechselausstellungen steht der Raum in der „Fabrik“ zur Verfügung.

Die Fabrik als Ort der Integration: Sie verknüpft die Unterschiedlichen Kultursparten und bindet geistig behinderte Kinder ein.


Autor: Frank Mußmann

[Vorstandsmitglied des Vereins "Kultur in der Fabrik Sachsenhausen]

So findet man den Weg zur Fabrik

Frank Mußmann


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